Weißes Bergschaf

Ursprung

Das Deutsche Bergschaf wird abstammungsmäßig auf verschiedene Landschaftsschläge und Rassen des Alpenraumes zurückgeführt, wobei das Zaupel – und Bergamaskerschaf einen wesentlichen Einfluss hatten. Seit 1939 wird der Typ des früheren Bergamasker gezüchtet.

weisses_bergschaf_1 weisses_bergschaf_2

Rassetypische Merkmale

Der ramsnasige Kopf ist schmal, hornlos und trägt lange, breite und hängende Ohren. Das mittelgroße bis große Schaf ist tief und geschlossen, der Rücken ist lang und breit mit guter Rippenwölbung und fester Nierenpartie. Es hat kräftige Beine mit straffer Fessel und harter Klaue. Die 15 bis 20 cm lange Wolle ist schlicht bis gewellt und hat ein Sortiment von C – D ( 32 bis 36 Mikron ). Schur im Frühjahr und Herbst.

Standort und Verbreitung

Das Bergschaf ist in erster Linie in der Alpenregion bodenständig und umfasst 7 % des Bayrischen Schafbestandes. In der relativ kurzen Sommerweidenperiode wird es im Hochgebirge geälpt. Vor und nach der Älpung weiden die Bergschafe auf hofnahen Koppeln.

Leistungseigenschaften

  • Steig – und Trittsicherheit
    die lange, schlichthaarige Wolle bietet dem Schaf Schutz gegen hohe Niederschläge
  • Asaisonale Brunst
    Erstzulassung mit 7 bis 8 Monaten, hohe Fruchtbarkeit, Ablammergebniss 230 %, Aufzuchtergebniss 208 %, Zwillingshäufigkeit 54 %.Beste Muttereigenschaften und Säugeleistung
  • Gewichtsentwicklung und Fleischleistung
    Altböcke 90 – 100 kg
    Mutterschafe 70 – 75 kg
  • Wolleistung
    6,5 bis 7,5 kg / Bock und 4,5 bis 5,5 kg /Mutterschaf
  • Das bodenständige Schaf
    aus der Alpenregion ist den hohen Jahresniederschlagsmengen sowie den felsigen und steilen Hochgebirgsweiden angepasst und es nutzt für Rinder unzugängige Hochlagen. Es ist extrem langlebig und wird neuerdings Aufgrund der hohen Fruchtbarkeit auch außerhalb seiner Zuchtheimat als Muttergrundlage für eine kontinuirliche Mastlammproduktion genutzt.