Aktivitäten


Jahresrückblick 2018

Am 20. Januar 2018 konnten wir unsere Erste-Hilfe-Kenntnisse wieder auffrischen. Wie mir berichtet wurde, haben viele Mitglieder die Gelegenheit genutzt und sich über richtiges Verhalten am Unfallort wieder auf den neuesten Stand bringen lassen.

Der Kurs wurde vom Sohn unseres Vereinsmitgliedes Eckardt Birk abgehalten.

Am 18. Februar 2018, dem Funkensonntag fand wieder unser traditioneller Woll- und Spinnhock statt, leider war er nicht gut besucht und es ist schade, dass wenige Mitglieder sich eingefunden haben, um ein paar gemütliche Stunden zu verbringen.

Am 24. März 2018 fand unsere Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen statt. Erwin Hoffmann, langjähriges Ausschussmitglied und treuer Helfer bei der Prämierung verabschiedete sich in den wohlverdienten Ruhestand. Andreas Müller bedankte sich bei ihm für die vielen Jahre des Mitwirkens im Verein und überreichte ein Abschiedsgeschenk. An seine Stelle wurde der Züchter der größten Schafe im Verein, Martin Schwind aus Memmingen, zum Ausschussmitglied gewählt.

Der Ablauf erfolgte wie immer nach Tagesordnung, die Kasse wurde von Ulrike und Felix Kleiner überprüft und für ordentlich geführt befunden. Mit einer Gegestimme entlastete Markus Mayr die gesamte Vorstandschaft.

Beim anschließenden Vortrag von Frau Dr. Dohmes wurden die Themen “Stallsauberkeit, wirtschaftliche Fütterung, langsame Futterumstellung im Frühjahr” besprochen. Wir sollten auf die richtige Zusammensetzung des Mineralfutters achten. Nicht zu viel und nicht zu wenig Kupferinhalte, Zink oder Jodmangel kann zu Rachitis führen, Diagnose bei Mineralstoffmangel sind Weidetetanie und  Kalzinose und solcherlei unerwünschten Nebenerscheinungen. Bei Mehrlingsgeburten ist es gut, mit einer Selengabe die Lämmer zu unterstützen um der Weißmuskelkrankheit vorzubeugen, das Allgäu zählt zu den selenarmen Gebieten.

Weiteres Thema war die Schlachtung trächtiger Nutztiere und die Ausbreitung der Blauzungenerreger.

Am 26. April besuchte uns Schafberater Georg Zettler mit dem Thema Nachzuchtauswahl.

Er meinte, zu viele Alttiere blockieren den Zuchtfortschritt und haben öfter Probleme beim Ablammen, durch Zahnverlust schlechtere Futteraufnahme und dadurch auch weniger Lämmer. Es ist halt wie bei den Menschen auch aber nicht desto trotz sind ältere Tiere wichtig, sie bringen Ruhe in die Herde und die Halbstarken lernen einiges von Ihnen. Bei der Auswahl der Lämmer zur Weiterzucht sollte man  deren Vorfahren auf gute Eigenschaften wie Charakter,  Muttereigenschaften, Rassereinheit, Klauen und Gesundheit überprüfen.

Ein weiteres Thema war die Koordinierung der Bedeckung von assaisonalen Schafrassen. Bei großen Herden macht eine Geburtenregelung sicherlich Sinn.

Im Anschluss zeigte Herr Zettler noch Fotos von Schafen, wie der Körperbau, Gebiss, Beine, Euter, Hoden und die Wolle sein sollten.

Unser Jahresausflug am 6. Mai führte uns nach Fedkirchen zur 40 Jahrfeier der Rosenheimer Schafhaltervereinigung. Wir maschierten im großen Festzug zu einer auf einer Wiese stehenden  Kapelle und nahmen dort an einem sehr schön gestalteten Dankesgottesdienst teil.

Mit langsam knurrenden Magen marschierten wir den gleichen Weg wieder zurück und ließen uns im großen Festzelt nieder, um uns zu stärken. Es wurden viele Lobes-und Dankesreden geschwungen, sogar die bayrische Landwirtschafsministerin war da und versprach auch in Sachen Wolf etwas voranzutreiben, na ja wir werden sehen. Ausserhalb des Zeltes waren die vielen Fahnen der angereisten Schafhaltervereinigungen zu bestaunen, ja des wär scho schee, so eine Fahne wäre auch etwas für uns, aber davon können wir warscheinlich nur träumen.

Man muss sagen die Rosenheimer haben da wirklich was auf die Beine gestellt, alle Achtung.

Es war eine lange Fahrt aber es hat sich gelohnt es war ein schöner Tag.

Am 12. Juni waren wir hier Bei Franz und Dagmar zum Grillfest eingeladen. Einmal etwas anders, wir sind bestens bewirtet worden und mussten uns selber um gar nichts kümmern. Franz und Dagmar haben für alles gesorgt, es war wie im Schlaraffenland. Noch mal ein herzliches Dankeschön an die beiden, auch dass wir an eEurem einzigen Ruhetag in der Woche kommen durften.

Am 26. Juli kamen wir zusammen, um einem Vortrag von Hans-Peter Leinthaler über Wetterkunde zu lauschen. Ich hoffe, dass Hans-Peter euch das Geschehen am Himmel näherbringen konnte, so dass ihr in Zukunft auf die Wetterberichte in Funk und Fernsehen verzichten könnt. Ich konnte leider nicht dabei sein aber eins weiß ich sicher, wenns anfängt zu regnen, wird’s meistens nass.

Ein Dankeschön hiermit an Hans-Peter, der uns immer wieder mit interressanten Vorträgen erfreut.

Am 27. September besprachen wir hier beim Schäfertreff die letzten Punkte für unsere bevorstehende Schafprämierung. Man muss es immer wieder sagen, wie toll die Zusammenarbeit bei uns wenns drauf ankommt funktioniert.

Am 7. Oktober war dann unser großer Tag in Diepolz und ausnahmsweise hat Petrus uns mal gutes Wetter geschickt, so dass wir viele Besucher hatten und die Schafe mit trockener Wolle von den Richtern René Gomringrer und Georg Zettler begutachtet werden konnten. 9 Gruppen kamen zur Bewertung, 2 Gruppen zur Rasseschau und 7 Jungzücher präsentierten Ihre Lämmer. Ludwig Prinz erhielt wieder den Siegerpokal für die weißen Bergschafe der Herdebuchzüchter mit 94 Punkten, Eckard Birk machte mit den braunen Bergschafen das Rennen bei den Gebrauchsschafhaltern mit 87 Punkten und satte 91 Punkte erreichte Jakob Stuber mit seiner Muttergruppe Milchschafe.

Es waren insgesamt  wieder tolle Ergebnisse zur Zufriedenheit aller.

An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an alle Aussteller. Jeder von uns, der mal ausgestellt hat, weiß, dass es aufwendig ist die Tiere zur Ausstellung zu bringen, die Unbedenklichkeitsbescheinigung zu besorgen und prompt hat am Tag der Ausstellung eines der Schafe, welches man mitnehmen wollte, entweder Durchfall oder sonst irgenwas und man muss auf die Schnelle umdisponieren. Es ist also alles mit viel Arbeit verbunden.

Der große Hit für unsere Besucher war wieder das Schauhüten und auch unsere Verkaufsstände waren gut frequentiert, also alles in allem war es sehr zufriedenstellend.

Zum Abschluss wurden unsere Tiere noch mit Weihwasser besprenkelt, ob die Schafe auch mit uns gebetet haben kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen.

Am 25. Oktober fanden wir uns zur Nachbesprechung der Prämierung ein. Hans-Peter Leinthaler bedankte sich bei allen Helfern und Kuchenbäckerinnen. Aus den Mitgliederreihen kamen noch ein paar Verbesserungsvorschläge: zum Beispiel ob man die Eintrittskarten für die Aussteller und Helfer nicht schon bei der Vorbesprechung verteilen könnte und auch eine leise Kritik, dass eben wenig Vereinsmitglieder zur Prämierung und auch zu den Schäfertreffs kommen. Leider stimmt das auch, die Vorstandschaft bemüht sich wirklich, ein gutes Jahresprogramm auf die Beine zu stellen, aber wir nehmen auch gern Vorschläge von euch an, die unsere Zusammenkünfte noch attraktiver machen.

Im Anschluss stellte uns Hans-Peter  seine Alpinen Steinschafe vor und man kann wirklich sagen Schaf ist nicht gleich Schaf, jede Rasse hat Ihre ganz persöhnlichen Eigenheiten, nicht nur das Aussehen sondern auch liebenswerte oder weniger angenehme Charaktereigenschaften. Es wäre schön, wenn auch andere Mitglieder mal ihre Schafrasse vorstellen würden.

Ja und schon wieder war ein Jahr vergangen und wir fanden uns am 15. Dezember zu unserer Weihnachtsfeier ein. Mit einem guten Essen im festlich geschmückten Raum sowie einer netten Weihnachtsgeschichte, die uns Elisabeth vorgelesen hat und in der es zu einer Ehekrise in einer Familie gekommen ist wegen dem Gfrett um ein künstlichen Weihnachtsbaum und somit waren wir wieder auf die kommende stade Weihnachtszeit eingestimmt.

Unser Verein zählt zum jetzigen Zeitpunkt  92  Mitgliedschaften und die Kasse ist glaub ich auch gut bestückt wie Monika sicher berichten kann.

Ich hoffe, dass es für euch und eure Schafe ein gutes und erfolgreiches Jahr war, dann machen wir am besten dieses Jahr so weiter und sehn zu dass wie immer bayernweit bei uns die schönsten und gesündesten Schafe anzutreffen sind.


Bewertungsliste

Schafprämierung im Allgäuer Bergbauernmuseum Diepholz am 07.10.2018

Standardgruppen

Bergschaf weiß

    
   Pk.Bes. Auszeichnung
Ludwig PrinzWeiler Simmerb.HB941a Bock, 1a+1c Schaf, Wollsieger, Siegergruppe HB
Josef KinzelmannStiefenhofenHB91

1b Bock, 1b Schaf

Werner SchädlerHinterstaufenHB861c Bock

Bergschaf gescheckt

    
   Pk. 
Kaspar ZintVorderhindelang88

Bergschaf braun

    
   Pk. 
Franz GreberGestratz86 
Eckhard Birk Biberach87 Siegergruppe Gebrauchsschafhalter

Muttergruppen

Bergschaf gescheckt

    
   Pk. 
Kaspar ZintVorderhindelang88

Alpines Steinschaf

    
   Pk. 
Andrea und Hans-Peter LeinthalerWertachHB86Wollsieger sonst. Rassen
Quessantschaf    
Johann OstheimerSulzberg87
Ostfriesisches Milchschaf
Jakob StuberBurgberg911a+1b+1c Schaf, Siegergruppe Muttergruppen

Rasseschau

Barbados Blackbellys

Carsten Thein

Juraschaf

Andreas Müller

Jungzüchter

Bergschaf braun

Lena Tauscher

Anna Tauscher

Quessantschaf

Christoph Ostheimer

Bergschaf gescheckt

Jakob Greber

Alpines Steinschaf

Fritz Leinthaler

Greta Leinthaler

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