Suffolkschaf

Ursprung

Das Suffolkschaf stammt ursprünglich aus der Grafschaft Suffolk im Südosten Englands, aus der Kreuzung Norfolk und Southdown. Exporte in andere Länder führten zu verschiedenen Typen, insbesondere bezüglich des Rahmens, d. h. den gedrungeneren, fleischbetonten französischen und den großrahmigen amerikanischen Typ.

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Rassetypische Merkmale

Ein mittelgroßes Fleischschaf mit schwarzem, unbewolltem, hornlosem Kopf. Es hat eine tiefe, vorgeschobene Brust, einen langen, breiten Rücken, ein breites Becken und sehr gute Innen – und Außenkeulen. Die Beine sind ebenfalls tief schwarz und unbewollt. Die weiße Wolle hat einen Crossbred – Charakter mit ausgeglichenem Sortiment von C – CD (31 – 34 Mikron).

Standort und Verbreitung

Die Rasse ist in der Bundesrepublik Deutschland im Vergleich zu anderen westeuropäischen Ländern erst in der Aufbauphase, beginnend in den 70er Jahren. In Bayern wird diese Rasse seit Anfang 1980 auf der Grundlage von Importen aus Frankreich züchterisch bearbeitet. Das Suffolkschaf hat seinen Standort nicht nur in der Koppel, sondern auch in der Hütehaltung und passt sich mit seiner Futterdankbarkeit auch weniger guten Weidebedingungen an.

Leistungseigenschaften

  • Saisonales Brunstverhalten mit langer Zuchtsaison
    Der Schwerpunkt der Lammungen liegt, insbesondere einer Koppelschafhaltung entsprechend, in den Monaten Dezember bis Februar
  • Ausgeprägte Frühreife
    Erstzulassung bereits mit einem Alter von 7 bis 9 Monaten. Ablammergebniss 182 %, Aufzuchtergebniss 148 %
  • Feischwüchsigkeit und Schlachtkörperqualität
    Seine zunehmende Bedeutung verdankt der Suffolk seinem hervorragenden Fleischbildungsvermögen und dem geringen Verfettungsgrad bei sehr guter Ausbildung der wertbestimmenden Teilstücke (Rücken, Keule)
  • Gewichtsentwicklung und Fleischleistung
    Altböcke 90 – 102 kg
    Jährlingsböcke 70 – 90 kg
    Mutterschafe 70 – 90 kg
    Jährlingsschafe 60 – 65 kg
  • Wolleistung
    5 bis 6 kg Rohwolle/Bock und 4 bis 4,5 kg/ Mutterschaf mit einem Reinwollgehalt von 55 – 60 %
  • Das Suffolkschaf
    Eignet sich besonders als Vaterrasse für Gebrauchskreuzungen.
    Es ermöglicht eine qualitätsgerechte und kostengünstige Lammfleischerzeugung