Brillenschaf

Ursprung

Das Brillenschaf entstand aus der Einkreuzung von Paduaner und Bergamaskerschafen in das in Kärnten bodenständige Landschaf. Mitte des 19. Jahrhunderts außerordentlich geschätzt.1939 durch „Rassenbereinigung“ in Österreich fast verdrängt.

brillenschaf

Rassetypische Merkmale

Kräftiges, mittelgroßes, langbeiniges Schaf. Der stark ramsnasige unbewollte Kopf ist schmal, hornlos und trägt lange, breite und hängende Ohren. Die äußere Hälfte der Ohren oder die Ohrspitzen sind schwarz. Die typische Pigmentierung (Brille) soll das Auge gleichmäßig umgeben und kann zur Nase hin verschoben auftreten.

Standort und Verbreitung

Einst erstreckte sich das Verbreitungsgebiet über weite Teile Österreichs und Bayerns. Heute dagegen ist es nur noch in kleinen Zuchtbeständen vorhanden.

Leistungseigenschaften

  • Gute Steig – und Widerstandsfähigkeit
    Für Haltung in Gebirgslagen geeignet, nutzt für Rinder unzugängliche Hochlagen. Anpassungsfähig, robust und anspruchslos, verträgt hohe Niederschlagsmengen.
  • Asaisonale Brunst
    Erstzulassung mit 8 bis 10 Monaten. Ablammergebnis ca. 150 %
  • Gewichtsentwicklung und Fleischleistung
    Altböcke 80 bis 100 kg
    Mutterschafe 60 bis 70 kg
  • Wolleistung
    Die Wolle ist weiß und spinnfähig. Mutterschafe 4 bis 5 kg / Böcke 5 bis 6 kg je Jahr.