Juraschaf

Ursprung

Das Juraschaf stammt aus der Schweiz, wo es offiziell „Schwarzbraunes Bergschaf heißt. Es entstand aus dem schrittweisen Verschmelzen verschiedenster Lokaler Landschläge. Einer seiner Vorfahren war das Frutigschaf, das schon in Schriftstücken des 14. Jahrhunderts erwähnt wird. Durch das Einkreuzen gelber und brauner Vliesfarbe entstand das Elbe (gelbbraune) Gebirgsschaf. Zum Entstehen des Schwarzbraunen Bergschafes trug auch die Walliser Rasse Ruox de Bagnes bei, ein kleines gedrungenes , genügsames und widerstandsfähiges Schaf. 1941 wurden die verschiedenen Schläge zum Begriff „Schwarzbraunes Bergschaf“ vereinheitlicht und sind seit 1979 in der Schweiz gemeinsam als eine Herdebuchrasse anerkannt. In Österreich erhielt dieses Schaf die Bezeichnung Juraschaf, um es nicht mit den schwarzen und braunen Farbfarianten des weißen (Tiroler) Bergschafes zu verwechseln. Die erste Herde Juraschafe mit etwa 100 Schafen wanderte 1977 mit den Hirten der Koopertion Longo Mai von der französischen Schweiz über die Alpen nach Kärnten. Von dort verbreitete sich dieses Schaf in die angrenzenden Länder.

juraschaf

Rassetypische Merkmale

Der Kopf ist hornlos, unbewollt, mit gerader Nasenlinie und breitem Maul. Die Ohren sind mittellang und getragen. Der Körper ist tief mit gutem Wuchs und einheitlich dunkel, rötlich oder hellbraun bewollt. Kopf und Beine sind glänzend schwarz behaart (bzw.braun bei elben Schafen). Die Brust ist tief mit guter Rippenwölbung, die Schulter gut anliegend, der Widerrist breit und geschlossen. Der Rücken ist breit, eben und fest, das Becken mittellang, breit und wenig abgezogen, die Keule gut bemuskelt. Die Gliedmaßen sind trocken, kräftig, eher fein und gut gestellt, die Sprunggelenke leicht gewinkelt, die Fesseln gut tragend und federnd.

Standort und Verbreitung

Schweiz, Österreich, Deutschland.

Leistungseigenschaften

  • Widerstandsfähig und anspruchslos, es hat eine robuste, kräftige Konstition. Es eignet sich bestens zur Nutzung von Hochalpen, dort ist es standorttreu
  • Asaisonale Brunst
    Das Juraschaf ist ein frühreifes und fruchtbares Schaf mit einem sehr hohen Anteil an Mehrlingsgeburten. Erstzulassung mit ca 8 Monaten. Es besitzt einen sehr guten Mutterinstinkt. Bedingt durch die hohe Milchleistung nehmen die Lämmer gut zu. In der Regel zwei Ablammungen pro Jahr bei durchschnittlich 1,7 Lämmern pro Geburt
  • Gewichtsentwicklung und Fleischleistung
    Altböcke 90 bis 120 kg
    Jährlingsböcke 80 bis 100 kg
    Mutterschafe 65 bis 90 kg
  • Wolleistung
    Das Vlies ist dicht, geschlossen und gut gestapelt, die Wollhaare sind ausgeglichen und haben nahezu Merinocharakter. Böcke/ 3,5 bis 4 kg / Mutterschafe 3 bis 3,5 kg pro Jahr.