Texelschaf

Ursprung

Das Texelschaf stammt ursprünglich von der Insel Texel und entstand um die Mitte des
19.Jahrhunderts durch Einkreuzung englischer langwolliger Fleischschafrassen ( Leicester, Lincoln ). Die deutsche Texelzucht wurde aufgebaut auf der Basis von Importen aus Holland in den Jahren
1960 – 1962.

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Rassetypische Merkmale

Ein mittelgroßes bis großes Fleischschaf mit weißem, mittelbreitem, unbewolltem, hornlosem Kopf. Kurzer stark bemuskelter Hals. Der Rumpf zeigt einen langen, breiten Rücken mit breiter Nierenpartie, guter Rückenwölbung, breiter, tiefer Brust und gute Flankentiefe sowie ein langes, breites Becken. Außen – und Innenkeulen sind voll bemuskelt. Trockenes, korrektes Fundament. Die weiße Wolle ist eine Crossbred – Wolle mit ausgeglichenem Sortiment von C – CD (33 bis 36 Micron).

Standort und Verbreitung

Das Texelschaf hat einen Anteil von ca. 8 % am bundesdeutschen Schafbestand. Es ist anteilmäßig am stärksten vertreten in Schleswig – Holstein und Westfalen. Das Texelschaf hat seinen Standort in der Koppelhaltung mit überdurchschnittlich ertragreichen Grünlandflächen.

Leistungseigenschaften

  • Widerstandsfähig
    Neben der ständigen Haltung in Koppeln während der Vegetationszeit benötigt das Texelschaf auch während der Winterstallhaltung eine Auslaufmöglichkeit
  • Saisonale Brunst
    Erstzulassung mit einem Alter von 7 bis 9 Monaten. Das Texelschaf wird in den Herbstmonaten trächtig, das heißt die Tiere lammen entsprechend den Anforderungen einer Koppelschafhaltung nur im Frühjahr, so dass die Lämmer gemeinsam mit den Muttertieren das ertragreiche Grünland in Form einer Weidemast sehr gut verwerten. Ablammergebnis ca 170%,
    Aufzuchtergebnis ca 160%
  • Gewichtsentwicklung und Fleischleistung
    Altböcke 110 bis 140 kg
    Jährlingsböcke 90 bis 110 kg
    Mutterschafe 75 bis 85 kg
    Jährlingsschafe 60 bis 70 kgDie Texel zeichnen sich unbestritten durch ihr außerordentliches Fleischbildungsvermögen und die vom Markt besonders geschätzte Ausbildung der wertvollen Teilstücke wie Keule und Rücken aus. Trotz relativ hoher Mastendgewichte bestechen die Schlachtkörper durch ihren geringen Verfettungsgrad
  • Wolleistung
    4 bis 6 kg Rohwolle / Bock und 4 bis 5 kg / Mutterschaf mit einem Reinwollgehalt von 55 bis 60% und einer Wollänge von 12 bis 15 cm, wodurch sie sich auch sehr gut zum Verspinnen eignet
  • Das Texelschaf
    eignet sich speziell für die Koppelschafhaltung und zur Nutzung von Restgrünland. Es findet Verwendung als Vaterrasse zur Erstellung von Kreuzungslämmern mit der vom Markt gewünschten Qualität.