Waldschaf

Ursprung

Alte bodenständige Rasse des Bayrischen Waldes. Geht offenbar auf das ausgestorbene Zaupelschaf Süddeutschlands zurück, aus dem es durch Einkreuzen anderer Landrassen hervorgegangen ist. Um die vorletzte Jahrhundertwende soll das Waldschaf noch überwiegend behornt gewesen sein. Noch vor einigen Jahrzehnten kamen ähnliche Schafe auch im deutschen Alpengebiet sowie im Österreichischen Mühlviertel vor.

waldschaf

Rassetypische Merkmale

Klein bis mittelgroß. Kopf schwach geramst und relativ kurz. Schaupe. Ohren waagerecht vom Kopf abstehend. Feingliedrig und harte Klauen. Die überwiegen mischwolligen Tiere sind weiß, es kommen aber auch braune und schwarze Waldschafe vor. Das Vlies muss einfarbig sein.

Standort und Verbreitung

Bayrischer Wald. Im Rahmen eines Zuchtversuches wurden 1976 die noch vorhandenen Tiere gezählt. Damals gab es noch 248 Muttern.1990 Gründung einer Arbeitsgemeinschaft zur Erhaltung von Waldschaf und Steinschaf. Das Waldschaf wird seit 1976 in Bayern herdbuchmäßig betreut. Seit einigen Jahren wird die Rasse auch als Bayerwaldschaf bezeichnet.

Leistungseigenschaften

  • Widerstandsfähig, robust und wetterhart
  • Asaisonale Brunst
    frühreif, meist zweimalige Lammung im Jahr, Mehrlingsgeburten und gute Milchleistung. Ablammergebnis ca. 180%
  • Gewichtsentwicklung und Fleischleistung
    Altböcke 60 bis 70 kg
    Mutterschafe 45 bis 55 kg
  • Wolleistung
    3,5 kg/Bock und ca. 3 kg/Mutterschaf. Schlichtwolle.