Waliser Schwarznasenschaf

Ursprung

Das Walliser Schwarznasenschaf stammt aus dem Oberwallis und geht im wesentlichen auf das schwarznasige Vispertalerschaf zurück, das ein ähnliches Aussehen hatte und auch gehörnt war. Der Ausdruck „schwarznasige Rasse“ erscheint erstmals 1884. Die Rasse besteht aber schon seit mindestens dem 15. Jahrhundert. Um 1877 wurden Cotswold – Böcke aus England und Deutschland in die Westschweiz eingeführt, die offenbar auch in die Vorläufer des Schwarznasenschafes eingekreuzt wurden. Früher möglicherweise gelegentlich auch Einkreuzung von Bergamaskerschafen. Es ist ein robustes, mittelgroßes bis großrahmiges und tiefgebautes Schaf mit gutem Wuchs.

walliser

Rassetypische Merkmale

Typisch ist die schwarze Farbzeichnung. Der Kopf ist an der Nase bis zur Mitte und nicht unterbunden bis zu den Augen schwarz umrandet. Die Ohren sind bis an den Kopf schwarz. Die Beine sind kurz und schwarz gestiefelt mit schwarzen Flecken an den Sprunggelenkhöckern und den Karpalgelenken. Das Fehlen eines Fleckes oder Schwarze Flecken am Schwanzansatz ist für männliche Tiere ein Ausschlussgrund, bei weiblichen Tieren wird der fehlende Fleck geduldet. Erwünscht ist ein nicht allzu großer Schwanzfleck. Der Kopf wird charakterisiert durch die Ramsnase, das breite Maul, die mittellangen und getragenen Ohren sowie die Hörner. Beide Geschlechter tragen große, weiße und schraubenförmige Hörner, die von den Backen gut abgesetzt sind und waagrecht abwachsen. Die mit Grannenhaaren durchsetzte Wolle ist grob, lang und gelockt im D – E Charakter. Der ganze Körper ist gleichmäßig bewollt, das Vlies ist ausgeglichen und einheitlich weiß, mit Ausnahme der gewünschten schwarzen Flecken.

Standort und Verbreitung

Lokalrasse des Oberwallis/Schweiz. Nur gelegentlich in anderen Kantonen. Einzelne Bestände in Süddeutschland.

Leistungseigenschaften

  • Das Schwarznasenschaf
    ist anpassungsfähig an die rauhe Haltung im Hochgebirge, robust, genügsam und wetterhart. Es kann auch noch die steilsten und steinigsten Weiden ausnützen und ist sehr standorttreu, es erübrigt sich also eine ständige Überwachung
  • Asaisonale Brunst
    Spätreife Rasse, die Muttern können zweimal im Jahr lammen. Ablammungsergebnis
    180 bis 200 %
  • Gewichtsentwicklung und Fleischleistung
    Altböcke 80 bis 130 kg
    Mutterschafe 70 bis 90 kg
  • Wolleistung
    3 bis 4 kg / Mutterschafe, 3,5 bis 4,5 kg /Bock