Schwarzköpfiges Fleischschaf

Ursprung

Mitte des 19. Jahrhunderts entstand das Deutsche Schwarzköpfige Fleischschaf schwerpunktmäßig in Westfalen durch die Einkreuzung schwarzköpfiger englischer Fleischschafrassen wie Oxford und Hampshire in einheimische Landschafrassen.

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Rassetypische Merkmale

Ein wüchsiges Fleischschaf mit ausgeprägten Fleischformen, d. h. tiefe, breite, vorgeschobene Brust, tiefer, breiter Rumpf mit langem Rücken, der breit, fest und gut bemuskelt ist. Ein breites , langes Becken mit möglichst vollen Innen – und Außenkeulen, die tief herunterreichen. Der mittelbreite, hornlose, schwarze, nicht zu stark bewollte Kopf hat seitwärts abstehende kräftige Ohren. Die Beine sind schwarz und möglichst unbewollt. Die weiße Wolle ist eine Crossbred – Wolle von C CD ( 33 bis 35 Mikron ).

Standort und Verbreitung

Das Schwarzköpfige Fleischschaf ist in der Bundesrepublik Deutschland nach dem Merinolandschaf mit einem Anteil von 25 % die zweitstärkste Rasse. Schwerpunktmäßig ist es beheimatet im Rheinland, in Wetsfalen sowie in Hessen in Herdenhaltungen. In Bayern fand diese Rasse im letzten Jahrzehnt zunehmend Eingang, insbesondere in Koppelhaltungsbetrieben.

Leistungseigenschaften

  • Marsch und Pferchfähigkeit
    Zur Nutzung unterschiedlichster Futterflächrn im Jahresablauf in Form der Hütehaltung
  • Lange Brunstsaison
    Ablammhäufigkeit von 1,2 bis 1,3 je Mutterschaf und Jahr. Erstzulassung im Alter von 10 bis 12 Monaten. Ablammergebnis 213 %, Aufzuchtergebnis ca 187 %, Zwillingshäufigkeit 75 bis 85 %
  • Marktgerechte Schlachtkörperqualität
    Die quelligen Lämmer bringen die vom Markt gewünschte Fleischfülle im Rücken und in der Keule und erreichen sowohl in der intensiv – als auch in der Weidemast relativ früh die Schlachtreife
  • Gewichtsentwicklung und Fleischleistung
    Altböcke 110 bis 135 kg
    Jährlingsböcke 55 bis 90 bis 120 kg
    Mutterschafe 70 bis 85 kg
    Jährlingsschafe 55 bis 65 kg
  • Wolleistung
    5 bis 7 kg Rohwolle / Bock und 4 bis 5 kg / Mutterschaf mit einem Reinwollgehalt
    von 50 bis 60 %
  • Das Schwarzköpfige Fleischschaf
    Ermöglicht eine kostengünstige Lammfleischerzeugung mit unterschiedlicher Produktionsintensität.
    Es eignet sich als Vaterrasse für Gebrauchseinkreuzungen.