Braunes Bergschaf

Ursprung

Neben dem weitverbreiteten alpinen Weißen Bergschaf wird als eigenständige und anerkannte Rasse das in geringerer Anzahl vorkommende Braune Bergschaf herdbuchmäßig geführt. Es geht zurück auf Lämmer mit rezessiv brauner und schwarzbrauner Farbe die in den Beständen des Weißen Bergschafes anfielen. Aufgrund der stärkeren Nachfrage nach naturfarbener Wolle, die im eigenen Haushalt verarbeitet oder zum Verkauf angeboten wird, findet es als eigene Rasse eine zunehmende Verbreitung. Die erste Herde von ca. 100 braunen Bergschafen wurde vor dem 2. Weltkrieg aufgebaut. Seit 1977 Anerkennung als eigenständige Rasse.

braunes_bergschaf_1  braunes_bergschaf_2

Rassetypische Merkmale

Das braune Bergschaf ist ein mittelgroßes, ganzfarbig braunes Schaf im leichten Typ des weißen Deutschen Bergschafes, auf dessen Rassebeschreibung und Zuchtziel hingewiesen wird. Kopf stark geramst und schmal. Beide Geschlechter hornlos. Langes, breites und fleischiges Hängeohr. Schlichtwollig.

Standort und Verbreitung

Deutsche Alpen und Alpenvorland, insbesondere Tegernseer Tal und Werdenfelser Land. Ähnliche Tiere in Österreich und Italien, die für eine Blutauffrischung geeignet erscheinen.

Leistungseigenschaften

  • Widerstandsfähig
    Im Sommer gewöhnliche Älpung. An das rauhe Hochgebirgsklima gut angepasst
  • Asaisonale Brunst
    Erstzulassung mit 8 Monaten. Ablammergebnis 175 %
  • Gewichtsentwicklung und Fleischleistung
    Altböcke 75 – 80 kg
    Mutterschafe 65 – 70 kg
  • Wolleistung
    6,0 bis 7,0 kg /Bock und 4,0 bis 4,5 kg /Mutterschaf
  • Das braune Bergschaf
    Ist anpassungsfähig an die rauhe Haltung im Hochgebirge, nutzt für Rinder unzugängliche Hochlagen. Harte Klauen, Steig – und Trittsicherheit, beste Eignung für niederschlagsreiche Gegenden.